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Kennzeichen: Unerkannt dank Schmutz und Schnee

4.12.2019

Rechtsfrage des Tages:

In der dunklen Jahreszeit erstrahlen auch unsere Autos nicht gerade in reinem Glanz. Regen, Matsch und Schnee verdrecken dabei auch oft die Nummernschilder. Sollten Sie besser zu Lappen und Wasser greifen und das Kennzeichen reinigen?

Antwort:

Viele Autos auf unseren Straßen sehen gerade aus wie wild genutzte Geländewagen. Dabei sind sie meist nur im Stadtverkehr oder auf der Autobahn unterwegs. Auch das Nummernschild bleibt nicht verschont. Und so manches Kennzeichen versteckt sich derzeit unter einer Schicht von Schneematsch und Schmutz.

Das Bußgeld für ein schlecht lesbares Kennzeichen ist mit fünf Euro noch recht leicht zu verschmerzen. Glauben Sie aber nicht, dass Sie so inkognito vielleicht ein Bußgeld für eine Verkehrssünde, wie zu schnelles Fahren, umgehen können. Die Behörden verfügen mittlerweile über moderne Bildbearbeitungsprogramme. Diese können meist auch noch so verdreckte Kennzeichen wieder lesbar machen. Haben Sie Ihr Kennzeichen zudem vorsätzlich verschmutzt, droht ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren.

Sind Sie auf den Weg in den Winterurlaub, müssen Sie aber nicht zum Reinigen des Kennzeichens alle halbe Stunde einen Rastplatz anfahren. Den Tankstopp oder die Kaffeepause sollten Sie aber nutzen. Haben Sie eine Flasche Leitungswasser im Auto, können Sie Ihr Nummernschild schnell vom gröbsten Schmutz befreien. Übrigens müssen Sie mit einem deutlich höheren Bußgeld rechnen, wenn Sie einen Blitzer durch Glas oder eine Folie auf Ihrem Kennzeichen narren wollen.

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